Die große Stärke des HSV, die keiner auf dem Schirm hat
Shownotes
Das Hamburger Stadtderby steht vor der Tür! Grund genug, um in dieser Folge gemeinsam mit kicker-Reporter Sebastian Wolff über den HSV und den FC St. Pauli zu sprechen. Außerdem widmen wir uns ausführlich dem Champions-League-Aus von Eintracht Frankfurt und dem sicheren Achtelfinal-Einzug des FC Bayern.
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00:00:02: Was haben der HSV, St.
00:00:04: Pauli und die Champions League gemeinsam?
00:00:06: Ganz einfach, über alle werden wir heute in Kicker Daily sprechen und damit herzlich willkommen.
00:00:11: Ich bin Fredrik Rotfussier und der nächste Champions League-Spieltag ist vorbei.
00:00:15: Bayern gewinnt schnörkellos gegen Union St.
00:00:17: Giloise und damit als einziges deutsches Team.
00:00:20: Eintracht Frankfurt kassiert mal wieder drei Gegentore und schreitet nach der Niederlage bei Karabakh aus der Champions League aus.
00:00:26: Das werden wir heute natürlich thematisieren.
00:00:29: Aber vor allem schauen wir auf das Hamburger Stadt der Erbih.
00:00:32: Wie gehen beide Mannschaften in das Spiel, das nicht nur prästisch trächtig, sondern auch für die Tabelle richtig wichtig ist.
00:00:38: Schließlich haben beide nach der Winterpause noch nicht gewonnen.
00:00:41: Also ihr merkt schon, es gibt eine Menge zu besprechen, deshalb lasst uns doch direkt rein starten mit dem Hamburger SV und Kickerreporter Sebastian Wolf.
00:00:48: Hi Sebastian.
00:00:49: Hallo Frederik.
00:00:52: Ja Sebastian, vier Spiele hat der HSV jetzt nicht gewonnen, aber von Unruhe ist keine Spur.
00:00:58: Ganz untypisch eigentlich für den Traditionsverein.
00:01:00: ist das vielleicht die größte Stärke des HSV momentan?
00:01:03: Natürlich
00:01:04: hast du recht, der HSV ist ein großer Traditionsverein, aber der HSV kommt halt aus sieben Jahren zweiter Liga und das ist eigentlich so.
00:01:10: das große Plus tatsächlich, dass sich alle Verantwortlichen im Sommer darauf eingesponnen haben und wirklich absolute Realitätssinn einzugehalten hat und der auch auf den Tribünen und im ganzen Umfeld des Vereins wirklich einzugehalten hat, dass alle wissen, Wir sind ein relativ gewöhnlicher Aufsteiger, wenn auch mit gewisser Größe.
00:01:27: Und deswegen wurden natürlich solche Durststrecken wie jetzt mal vier sieglose Spiele im Vorfeld absolut eingepreist.
00:01:33: Ja, in der Ruhe liegt ja manchmal die Kraft.
00:01:35: Das ist scheinbar wirklich eine Stärke.
00:01:37: Aber was aber nicht so eine Stärke gehört, ist auf jeden Fall die Offensive.
00:01:40: Nur siebzehn Tore hat man bis jetzt geschossen.
00:01:42: Das sind die zweitwenigsten zusammen mit Heidenheim.
00:01:45: Mit Damian Downs hat man jetzt einen neuen Stürmer verpflichtet.
00:01:48: Wie siehst du ihn denn bislang?
00:01:49: War ja auch zweimal in der Startelf direkt gestanden.
00:01:51: Er war zweimal in der Startelf, hat zweimal zumindest in seinem Kerngeschäft nicht überzeugt, nämlich im Abschluss.
00:01:56: Er hatte eine große Möglichkeit in Freiburg, die er so ein bisschen mit einem schlechten ersten Kontakt nicht optimal genutzt hat.
00:02:02: Er hatte jetzt gegen Mönchengladbach bei einem wirklich, wie man sagen muss, sehr, sehr guten Hartz-V heimspiel bei diesen null zu null zwei großartige Torchancen, wo er ein bisschen unglücklich agiert hat.
00:02:13: Das heißt eigentlich genau das Problem, dass der Hartz-V hat, den ich diesen Abschluss aus der Mittelstürmerposition, das hat er bisher nicht behoben.
00:02:19: Dennoch... Merlin Polzine ist sehr zufrieden mit ihm.
00:02:22: Er sagt, das Anlaufverhalten, die Laufwege, der Tiefgang, das ist genau das, was sie für ihr Spiel haben wollen.
00:02:28: Und generell muss man natürlich auch sagen, auch wenn wir Damien Downs jetzt auch als Kickern noch nicht so wahnsinnig gut benotet haben in diesen ersten beiden Spielen, ist es natürlich viel zu früh, nach zwei Spielen den Stab über einen neuen Mittelstürmer zu brechen.
00:02:39: Zumal man berücksichtigen muss, dass er ins Haus Hemden jetzt nicht mit Spielzeit und Spielpraxis gesegnet war.
00:02:46: diesen neuen Stürmer geholt.
00:02:47: Aber würdest du denn sagen, ist die Rechnung wirklich so einfach?
00:02:50: Also neuer Top-Stürmer ist gleich mehr Tore oder muss da vielleicht auch systematisch was angepasst werden?
00:02:56: Also eindeutig, wenn man sich den HSV und die Entwicklung seit, zum Beispiel seit dem letzten Derby im August anschaut, dann ist da ja wahnsinnig viel passiert eigentlich in allen Mannschaftsteilen außer eben auf der Mittelstürmerposition.
00:03:07: Robert Glatzel, Joseph Paulsen, Renzfort Königsdürfer, das waren die drei Mittelstürmer, mit denen man in die Saison gestartet ist.
00:03:13: Die haben jeweils ein Tor erzielt.
00:03:15: Das ist natürlich zu wenig.
00:03:17: Und wie gesagt, diese Entwicklung des Harzhaus spielt am Anfang sehr betont auf eine gute Stabilität, auf eine gute Ordnung und auf Umschildverhalten.
00:03:25: Diese Entwicklung hat ja stattgefunden.
00:03:27: Jean-Luc Dompé, der schlägt wieder wahnsinnig viele Flanken von der linken Seite und hätte natürlich schon viel, viel mehr Scorerpunkte, wenn da in der Mitte so ein richtiger Abnehmer wäre.
00:03:36: Auch jetzt gegen Mönchengladbach waren es wieder drei brandgefährliche Dinger, die da von der linken Seite rein geflogen sind.
00:03:42: Aber es kam halt in der Mitte niemand so richtig zum Zug.
00:03:46: Deswegen würde ich schon sagen, dass HSV-Spiel hat sich so sehr entwickelt.
00:03:50: Das ist tatsächlich eine Mittelstürmerposition im Moment krank.
00:03:54: und das HSV-Spiel hat sich so sehr entwickelt, dass es vielleicht sogar inzwischen auch in der Bundesliga ein Robert Glatzel, also diesen klassischen Mittelstürmer, der jetzt nicht unbedingt über das Anlauf verhalten kommt, sondern über die Vollstreckerqualitäten, also dass es auch ein Robert Glatzel inzwischen verträgt.
00:04:07: Ja, spannend, durch eine Entwicklung quasi einen anderen Spielertiebbedarf im Sturm jetzt bekommen.
00:04:13: Ja, das Derby Hinspiel, du hast es schon kurz angesprochen.
00:04:15: Er hatte HSV vor heimischen Publikum mit null zu zwei verloren.
00:04:19: Was spricht denn dafür, dass der HSV diesmal als Sieger vom Platz gehen kann?
00:04:24: Ja, Merlin Pulsine hat das auf der Pressekonferenz am Mittwoch, wie ich finde, ganz schön gesagt.
00:04:28: Wir sind jetzt ein anderer HSV als noch im August.
00:04:31: Das ist natürlich so.
00:04:32: Erst danach wurden Luca Wuskowicz Fabio Vieira und Albert Sambilo Conga integriert.
00:04:37: Das sind drei Qualitätsspieler, drei Profis, die den HSV einfach besser gemacht haben, die auch das ganze Spiel des HSV einfach verändert haben.
00:04:45: Dadurch ist es, ja, kann man wirklich so sagen, ein anderer HSV und damit auch ein HSV, der sicherlich Möglichkeiten hat, dieses Derby zu gewinnen.
00:04:53: Wobei diese Tabellenkonstellation und dass der HSV jetzt über Sankt Pauli steht, was man ja noch im August nicht für möglich gehalten hätte nach diesem Null zu zwei.
00:05:01: Diese Tabellenkonstellation hat, glaube ich, jetzt wenig Aussagekraft in diesem direkten Duell.
00:05:06: Ja, auf die Tabelle werden wir dann gleich auch noch beim FC St.
00:05:09: Pauli zu sprechen kommen.
00:05:11: Wir schauen jetzt erst mal noch auf die Champions League in den News und dann, Sebastian, hören wir uns gleich wieder in Teil zwei.
00:05:23: Die Talfahrt von Eintracht Frankfurt geht weiter.
00:05:26: Wenige Tage nach der Entlassung von Trainer Dino Topmüller hat die SGE die letzte Chance auf ein Weiterkommen in der Champions League verspielt.
00:05:34: Gegen den tabellen Zweiten der aserbatschanischen Liga Karabakh Akdam musste man sich mit zwei zu drei geschlagen geben.
00:05:41: Sportvorstand Markus Kröschel hat nach dem Spiel in der Mixzone deutliche Worte gefunden.
00:05:45: Ja,
00:05:46: es ist natürlich extrem bitter, dass wir in das Spiel noch verlieren.
00:05:48: Wir gehen letztendlich in den Führer durch den Elfmeter wieder und dann machen wir irgendwie wieder die gleichen Fehler, wie wir es in den letzten Wochen auch gemacht haben und bringen uns somit ein bisschen um den Sieg.
00:05:58: Es ist jetzt gerade ein tiefes Teil, durch das wir durchschreiten müssen gemeinsam jetzt.
00:06:03: Wir sind ausgeschieden jetzt aus der Champions League.
00:06:05: Wir haben uns natürlich auch ein bisschen anders vorgestellt.
00:06:09: Aber dann müssen wir jetzt leben.
00:06:10: Jetzt geht es einfach darum, weiterzuarbeiten und uns voll auf die Bundesliga zu konzentrieren.
00:06:15: Ja, so sieht es also der Sportvorstand und einen Hinweis auf das Empfinden innerhalb der Mannschaft hat uns nach dem Spiel verteidiger Rasmus Christensen gegeben.
00:06:23: Wir hören mal rein.
00:06:24: Momentan ist ein mentales Zustand, wo wir einfach nicht scharf und gut genug sind und nicht einen Selbstvertrauen haben, nicht eine Ruhe haben.
00:06:37: Und das ist das schwerste in Fußball.
00:06:38: Ich glaube, es kennt alle.
00:06:40: Das ist ein Phasen in deinen In deinem Leben, in deinem Karriere, wo Dinge nicht läuft, wie du wünschst.
00:06:48: Wir sind keine Respekt aus Spieler als letztes Jahr oder in Sommer oder weiß was für sich.
00:06:55: Deswegen ist im Kopf, dass wir etwas ändern müssen, verbessern.
00:07:00: Ein ist einfach nicht genug, ist nicht schöne Zeit momentan, deswegen müssen wir dranbleiben.
00:07:06: Wir müssen einfach nur weiter kämpfen und weiter... weiter machten.
00:07:12: Ich wünsche mir so, dass sie dann ein bisschen Antwort für euch haben, aber das ist jetzt sehe ich als der erste einzige
00:07:17: Lösung.".
00:07:18: Ja, ziemlich eindeutige Worte vom Verteidiger und auch eine ziemlich niedergeschlagene Mannschaft, verständlich nach so einem Ausscheiden.
00:07:26: Ja, und vor Ort dabei war unser Kickerreporter Julian Franzke, der die Partie und Situation der Eintracht folgendermaßen eingeschätzt hat.
00:07:34: Mit einem zwei zu drei bei Karabakh-Aktam verabschiedet sich die Eintracht aus der Champions League einer insgesamt wirklich sehr ernüchternden Champions League-Saison.
00:07:41: Ja, es war von Anfang an nach dieser Hammerauslosung klar, dass es sehr, sehr schwer werden würde.
00:07:45: Aber letztlich hat die Eintracht eben auch machbare Aufgaben wie heute Abend in Baku nicht gelöst bekommen.
00:07:51: Und es hat sich ganz deutlich gezeigt, dass ein Trainerwechsel so nachvollziehbar er ja auch ist, eben nicht die Probleme über Nacht verschwinden lässt.
00:07:58: Es sind heute wieder viele Themen aufgetreten, mit denen die Eintracht in den letzten Wochen und Monaten zu kämpfen hatte.
00:08:03: Ja, phasenweise war die Mannschaft etwas stabiler, hat auch tiefer Verteidigung, dann eine Kompaktheit gehabt.
00:08:09: Das gab es allerdings ehrlicherweise auch in Spielen unter die Notopmeler in der Japlen, in Barcelona.
00:08:13: Auch da war ja die Kompaktheit vorhanden, wenn man tiefer agiert hat, was eben auffällig war.
00:08:18: Sobald die Eintracht mal höher spielt, ist sie in diesen Umschaltmomenten.
00:08:21: weiterhin anfällig.
00:08:23: Das kann aber auch nicht groß überraschenden.
00:08:24: Was sollte dieses Trainer Interims gespannt mit Alex Meyer und Dennis Schmidt in den wenigen Tagen auch erreichen?
00:08:30: Es war ja gar keine Zeit, Großabläufe einzustudieren.
00:08:34: Man konnte versuchen, die Köpfe etwas frei zu bekommen.
00:08:37: Ist offenbar nicht gelungen.
00:08:38: Denn die Mannschaft ist ja wieder auseinandergebrochen in der Schlussphase.
00:08:42: Und er hat ein troßloses Bild abgegeben, wie so oft in den letzten Wochen.
00:08:46: Und jetzt wird es natürlich ganz schwierig werden, die Mannschaft wieder aufzurichten in dieser kurzen Zeit vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim.
00:08:52: Denn da wartet auf die Eintracht am Samstag noch mal eine andere Qualität als heute Abend.
00:08:56: Und in der Liga müssen sie jetzt ganz schnell die Kurve kriegen, um den Anschluss nach oben zu den internationalen Plätzen nicht voll ins zu verlieren.
00:09:03: Das wird für alle eine Herkulesaufgabe, vor allem in den Talerhinsicht, die Mannschaft jetzt aufzurichten.
00:09:08: Die SGE wangt momentan also gewaltig.
00:09:11: Anders sieht es beim FC Bayern aus.
00:09:13: Die Münchner haben die Pflichtaufgabe gegen den Belgischen Verein Union St.
00:09:17: Giloise gemeistert und mit zwei zu null gewonnen.
00:09:20: Mit der ersten Halbzeit waren die Münchner allerdings nicht wirklich zufrieden.
00:09:24: Joshua Kimmich hat sich dazu nach dem Spiel in der Mixzone geäußert.
00:09:27: Ton ab.
00:09:28: Ja, ich fand auch, dass wir es in der ersten Halbzeit gar nicht gut gemacht haben.
00:09:31: Vor allem... Da waren wir irgendwie nicht so scharf genug auf die zweiten Bälle.
00:09:35: Da haben wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen, haben es nicht geschafft, die Bälle zu sichern und dann auch mal Ballgewinne zu haben und schnell nach vorne zu spielen.
00:09:45: Da haben wir zu viele Bälle verloren.
00:09:46: Dementsprechend ist der Gegner ganz gut ins Spiel gekommen, hat noch die beste Chance des Spiels.
00:09:51: Da hat Manu überragend gehalten und in der zweiten Halbzeit war es dann wieder mehr das, wie wir uns das vorstellen.
00:09:57: Aber ganz spannend, Kimmich erkennt in der Leistungssteigerung auch eine Stärke seiner Mannschaft.
00:10:02: Es ist natürlich einfacher, wenn man die Spiele in den ersten dreißig Minuten entscheidet.
00:10:06: Bei uns ist aber auch, glaube ich, ein großer Vorteil von uns, dass man schon merkt, dass wir sehr, sehr fit sind und auch kein Problem haben, die Spiele dann ab der sechzigsten zu entscheiden.
00:10:15: Dementsprechend ist das nicht... Das Riesenproblem, wenn man nicht nach dreißig Minuten drei Uhr führt, aber es erleichtert natürlich vieles.
00:10:21: Ja, es wäre noch ein bisschen einfacher gegangen, aber am Ende steht ja trotzdem der zwei zu null Heimsieg.
00:10:27: Und das ja trotz knapp dreißigminütiger Unterzahl.
00:10:30: Und der FC Bayern hat sich damit bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert.
00:10:35: Und das war es dann von den Champions League News.
00:10:37: Wir gehen jetzt zurück nach Hamburg.
00:10:44: Ja und damit sind wir zurück beim Hamburger Stadt Derby.
00:10:47: Sebastian Wolf ist immer noch in der Leitung.
00:10:50: Und jetzt legen wir mal den Schwerpunkt auf den FC Sankt Pauli.
00:10:53: Vor der Winterpause waren es drei ungeschlagene Spiele für die Kiezkicker.
00:10:57: Man dachte, das ist vielleicht die Trendwende.
00:10:59: Jetzt gab es im Jahr zwanzig bereits zwei Niederlagen aus zwei Spielen.
00:11:04: Ist die Trendwende denn schon wieder vorbei?
00:11:06: Ja, ein klares Jein.
00:11:08: Also ergebnistechnisch natürlich, das ist offensichtlich.
00:11:11: Aber wenn man sich jetzt die Leistung anschaut, dann würde ich ein klares Nein tatsächlich anbringen.
00:11:15: Denn die Spiele jetzt im neuen Jahr, sowohl in Wolfsburg als auch in Dortmund, die fand ich viel, viel besser als zum Beispiel diese drei umgeschlagenen Spiele.
00:11:24: Das eins zu eins in Köln war schmeichelhaft, gut das zwei zu eins in Heiden, da muss man wahrscheinlich anders bewerten, weil es in langer Unterzahl stattgefunden hat, aber auch das Null zu Null in Mainz war ja teilweise gruseliger Fußball von beiden Mannschaften.
00:11:36: Und jetzt in Wolfsburg und Dortmund hat es Sankt Pauli geschafft, eben nicht nur halbwegs stabil zu stehen, sondern dabei auch wirklich eine Idee entwickelt, immer wieder situativ nach vorne zu kommen.
00:11:46: Und wenn wir uns diese beiden Niederlagen jetzt im neuen Jahr anschauen, dann muss man natürlich auch ganz klar sagen, auch ohne Sankt Pauli-Brille, da wurde dem FC Sankt Pauli von den Schiedsrichtern zumindest mal nicht geholfen.
00:11:57: Ein strittiger Elfmeter in Wolfsburg, den man vielleicht geben kann, aber sicherlich nicht geben muss.
00:12:01: Auf der anderen Seite in Dortmund wurde dann genau dieser Elfmeter zurückgenommen.
00:12:06: Dann gab es halt diesen strittigen Elfmeter in der Nachspielzeit und es gab natürlich eine relativ klare, nicht gegebene rote Karte für den Dortmund Schlotterberg nach nur fünfzehn Minuten.
00:12:15: Also das sind dann schon in Summe schiedsrichter Entscheidungen, die natürlich nicht helfen, wenn du eine Mannschaft bist, die ohnehin unten steht, die ohnehin sicherlich auch so ein bisschen darauf angewiesen ist, das Dinge für sie laufen, um da unten rauszukommen.
00:12:27: Ja, vor allem in so einem engen Spiel können dann solche Entscheidungen vielleicht auch mal den Ausschlag geben.
00:12:31: Ja, momentan steht St.
00:12:32: Pauli auf dem achtzenden Tabellenplatz.
00:12:35: Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sie einen Spiel weniger haben als die Konkurrenz und der Abstand zu Rang XVI nur einen Punkt beträgt.
00:12:43: Trückt der Tabellenplatz also?
00:12:45: Der Tabellenplatz nach so vielen Spielen sagt natürlich schon eine Entwicklung aus und wenn man sich diese große Herbstkrise des FC Sankt Pauli anschaut mit neuen, siehtlosen Spielen, dann steht Sankt Pauli augenblicklich schon auch zurecht da, wo sie stehen.
00:12:57: Und trotzdem muss man sagen, gefühlt habe ich mir im Herbst wesentlich mehr Sorgen gemacht um Sankt Pauli als jetzt.
00:13:04: Weil ich finde, da waren die Spiele teilweise, also da hat man wenig Anhaltspunkte gefunden.
00:13:10: Es war dann sehr auf Defensive ausgerichtet, es fehlte eigentlich eine Idee nach vorne.
00:13:14: Und tatsächlich hat Alexander Blästin aber geschafft, wie er eigentlich proklamiert hat, über kleine Schritte wieder so ein Fuß in die Tür und ein Fuß in diese Saison zu bekommen.
00:13:23: Und das ist aus meiner Sicht jetzt schon gelungen.
00:13:25: Gleichzeitig ist natürlich wahnsinnig wichtig, dass man jetzt dann irgendwann diese besseren Leistungen im neuen Jahr und die Ergebnisse in Einklang bringt.
00:13:32: Und gerade so ein Derby bietet da wahrscheinlich eine großartige Möglichkeit, weil alle wissen, gewinnt man dieses Stadtderby, dann ist das ein absoluter Stimmungsumschwung.
00:13:39: Ja, Sebastian, beim HSV habe ich dir die Frage schon gestellt, diesmal andersrum.
00:13:43: Sampauly hat in der Hinrunde mit zwei zu Null gegen den HSV gewonnen.
00:13:47: Was spricht denn dafür, dass Sampauly diese Leistung nochmal bestätigen kann?
00:13:50: Ob Sie genau diese Leistung bestätigen, war ich zu bezweifeln, weil ich fand, in der Hinrunde war es wirklich nicht nur ein Sieg, sondern Streckenweise eine Derby-Demonstration.
00:13:59: So haben wir es beim Kicker damals betitelt.
00:14:02: Sankt Pauli war ein Einbelang besser.
00:14:03: Sankt Pauli strotste aus dieser starken Vorbereitung heraus, voller Selbstvertrauen, war spielerisch weit, standkompakt.
00:14:11: Soweit sind sie derzeit mit Sicherheit nicht.
00:14:13: Und trotzdem halte ich es nicht mehr ausgeschlossen, dass Sankt Pauli dieses Derby gewinnen kann.
00:14:18: Denn wie gesagt, schon die letzten beiden Spiele waren deutlich besser als die Ergebnisse und auch deutlich besser als viele Vorträge im alten Jahr.
00:14:26: Ja, wir haben den Experten gehört, jetzt seid natürlich noch ihr gefragt.
00:14:28: Was denkt ihr?
00:14:29: Wie geht das Spiel aus?
00:14:30: Wie endet das Hamburg Derby?
00:14:31: Schreibt euren Tipp in die Kommentare.
00:14:33: Sebastian, was ist dein Tipp?
00:14:34: Ich glaube, es ist unentschieden.
00:14:35: Ich sehe, das klingt natürlich immer so langweilig und da will sich einer nicht festlegen und es kann keinem verschärzen.
00:14:43: Tatsächlich sehe ich beide Mannschaften auf Augenhöhe und so wenig, wie der bessere Tabellenplatz Aussagekraft für den HSV hat, hat dieser Platz achtzehn und diese ersten beiden hier lang im neuen Jahr eine konkrete Aussagekraft für Sankt Pauli.
00:14:55: Ja, ich denke, drei drei hat doch auch keiner was dagegen.
00:14:57: Also von daher halten wir das doch schon mal fest.
00:15:00: Also ich bin gespannt auf eure Tipps.
00:15:02: Sebastian, vielen Dank für heute.
00:15:04: Viel Spaß natürlich im Stadion und dann bis bald.
00:15:06: Sehr gerne und vielen Dank.
00:15:13: Ja, und damit sind wir schon fast am Ende der Folge angelangt.
00:15:16: Noch ein kleiner Hinweis.
00:15:17: Die Highlights der gestrigen Champions League-Spiele findet ihr im Rahmen unserer Kooperation mit TheZone auf kicker.de und in der Kicker-App.
00:15:24: Und ich hab noch eine kleine persönliche Empfehlung.
00:15:27: Im Champions League-Teil haben wir ja Rasmus Christensen gehört.
00:15:30: In der Mixzone hat sich eine Kollegin auch zur Frage hinreißen lassen, ob denn jetzt nur noch das Zitat klassische Frustsaufen hilft.
00:15:39: Na ja, Christensen wusste nicht, was das ist.
00:15:41: Das kann ich euch natürlich leider auch überhaupt nicht beantworten.
00:15:44: Ja, wenn ihr seine Redaktion mal sehen wollt, der Link ist auch in den Showknots.
00:15:48: Und das war's dann von Kicker Daily für heute.
00:15:51: Morgen ist dann Tim Sohr für euch am Start.
00:15:53: Bis dann.
00:15:56: Der Redaktionsschluss für diese Folge Kicker Daily war um neun Uhr.
00:16:00: Vielen Dank an die Prostituzerin Tabéa Hilbert, den CVD Felix Kneidel und für die redaktionale Mitarbeit an Janek Brunner.
00:16:07: Ja und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst doch ein Abo da, es ist nur ein kleiner Klick, hilft uns aber wirklich sehr weiter und ihr bleibt bei Fußball Themen immer auf dem neuesten Stand.
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