"Warum sollte mich die Medaille verändern?" Olympiasieger Langenhan im Interview
Shownotes
Vier Mal Bahnrekord im Eiskanal von Cortina - Max Langenhan bescherte am Sonntag Team Deutschland die erste Goldmedaille dieser Olympischen Spiele. Im Interview spricht er über den Trubel der letzten Tage, wie sich diese Goldmedaille um den Hals anfühlt und welche Chancen er der Team-Staffel am Donnerstag zurechnet. Spoiler: Er wünscht sich eine Staffelmedaille "in der schönsten Farbe, die es gibt".
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00:00:00: Die Olympianews werden euch präsentiert von Citroën, dem Mobilitätspartner von Team Deutschland.
00:00:27: Hallo und herzlichen Glückwunsch, Max Langenhahn.
00:00:29: Schön, dass du da bist.
00:00:30: Ja, vielen, vielen lieben Dank, hey.
00:00:32: Du erinnerst dich von nicht allzu langer Zeit Ende Dezember, saßen wir noch fürs Kicker-Interview zusammen und du meintest, ja, Olympia, das heißt einfach nur ein bisschen anders und die Medaille sieht anders aus.
00:00:43: Du wüsst es es nicht so ganz genau, du hast sie jetzt grad schon in die Kamera gezeigt.
00:00:47: Wie ist sie denn, diese olympische Medaille, diese Goldmedaille?
00:00:51: Krass, also ich hab die hier, ja.
00:00:54: Das Band ist wirklich... Ganz schön billo, aber die Medaille ist dafür umso wertiger.
00:01:00: Das Band hat die letzten Tage wirklich ein bisschen gelitten.
00:01:03: Aber es ist zum Glück noch dran.
00:01:04: Ich habe gehört, bei den anderen Medaillen ist es zum Teil nicht mehr dran.
00:01:09: Dann hat man einfach so einen Taler, den man sich in die Hosentasche rutschen kann.
00:01:12: Nein, es ist irgendwie auch noch so total surreal.
00:01:16: Ich glaube, ich kann es noch nicht so richtig realisieren, weil so viel da jetzt in den letzten acht und vierte Stunden passiert ist.
00:01:22: Wahnsinn.
00:01:23: Ja, nimm uns doch mal mit, beziehungsweise wir fangen mal gleich an, als du sozusagen ins Zielgerast bist.
00:01:29: Da bist du noch ein paar Sekunden auf deinen Schlitten sitzen geblieben und dein erster Gratulant war Felix Loch, der dich umarmt hat.
00:01:36: Für mich jetzt schon irgendwie das Bild dieser olympischen Spiele.
00:01:40: Erinnerst du dich da noch dran, was dir da eigentlich so im Kopf rumgegangen ist?
00:01:45: Nein, nicht so richtig.
00:01:46: Also das Problem ist wirklich, da war so vieles und das war dann irgendwie komplett leer.
00:01:51: Und dann hatte ich das Gefühl, ich saß da wirklich ganz lange alleine.
00:01:55: Dabei waren das vielleicht fünf Sekunden.
00:01:57: Ich tanze ich an für die fünf Minuten und ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, was da passiert ist.
00:02:02: Dann hatte ich also sechzehnt Sekunden kurz, wo ich meine Freundin drücken konnte und ein paar aus unserer Nationalwirtschaft.
00:02:09: Und dann ging es ja schon los, dass ich auf einmal vom Sportdirektor vom Weltverband so geschoben wurde.
00:02:15: in so eine Kabine rein, komplett innerhalb von sechs Sekunden umgezogen wurde.
00:02:19: und dann ging es ja schon, weil wir mussten noch ein ganz schönes Stückchen woanders sind für die Medaillenzeremonie und dann gibt es halt straffen Zeitplan und da ist dann so viel passiert, das war einfach Wahnsinn.
00:02:30: Für Felix Locht dagegen lief es ja nicht so, wie er es sich eigentlich gewünscht und vorgestellt hatte.
00:02:36: Wie viel, ich meine, ihr kennt euch ja auch schon ewig lang, ihr trainiert auch zusammen, ihr seid Teamkollegen.
00:02:42: Wie viel hat ihr das bedeutet, dass er dann wirklich außer der Erste gratulant war und in dem Fall ja sich ja auch wahnsinnig für dich mit gefreut hat, obwohl er selber wahrscheinlich zutiefst enttäuscht war?
00:02:52: Ich habe das halt gar nicht so richtig realisiert in dem Moment, weil ich ja auch einfach gar nicht, ich habe ihn nur nach unten geguckt, war irgendwie komplett bei mir, habe null realisiert.
00:03:03: dass es Felix war.
00:03:04: Ich hab nur dann so hinterher so anhand der Umarmung hab ich mir so gedacht, es muss ja Felix gewesen sein, weil der hat auch so Riesenbranken halt.
00:03:13: Und alle haben mich gefragt, was er gesagt hat.
00:03:16: so und ich hab auch erstens den Dovenhelm auf und ich war so was von... Ich hatte alles so aus, ich habe nichts wahrgenommen, das war so krass.
00:03:25: Nicht gehört, dass der ja wirklich etwas gesagt hat zu mir, man hat das ja sogar auf dem Fernsehen dann gehört.
00:03:30: Ich hatte auch immer noch keine Zeit, mir das mal anzugucken, weil ich wollte es mir unbedingt mal anhören.
00:03:34: Weil halt einfach so viel Stress jetzt war, aber vielleicht schaffe ich das jetzt irgendwann.
00:03:39: Vielleicht jetzt kleine Motivation am Mittwochabend, bevor am Donnerstag die Teamstapel ist.
00:03:43: Ich glaube, er hat bei den Kollegen von Eurospot gesagt, dass er nur gesagt hätte, genieß es, genieß es, genieß es.
00:03:50: Ja, fand ich auf jeden Fall eine richtig tolle Geste.
00:03:52: Du hattest ja einen ONE-A-Fanclub am Start, deine Familie, deine Geschwister, deine Freundin, deine Liebsten, der Fanclub.
00:04:00: Die waren alle am Start.
00:04:01: Ich hab mich auch mal so durch die ganzen Instastories geklickt, sah auf jeden Fall nach einer guten Party aus.
00:04:07: Wie wichtig war das für dich, dass dieser Support und so dieses Team hinter dir da mit dabei war?
00:04:12: Ja, ich glaube, dieses Team hinter dem Team ist glaube ich das Allerwichtigste.
00:04:16: Das fängt bei uns auch im Team an mit den Physios und den Ärzten, die da irgendwie das überhaupt möglich gemacht haben, dass ich fahren konnte.
00:04:22: Die Trainer, die an jeden Tag in den Arsch treten und dann halt auch noch deine ganzen... Ich hatte mein allererster Sponsor mit dabei.
00:04:29: Alle Jugendtrainer waren irgendwie mit am Start, meine Heimtrainerinnen und dann ganz, ganz viele Freunde.
00:04:35: und am Ende... kommen jetzt zur Zeit immer alle zu mir und sagen, ey, das war Wahnsinn.
00:04:40: Sie haben noch nie so einen gigantischen Fanclub gesehen und ich sag so, ja, es sind ja aber jetzt nur hundert dabei gewesen.
00:04:45: Also wäre das jetzt nicht in Italien gewesen, sondern in Oberhof, dann wären wahrscheinlich fünftausend gekommen.
00:04:51: Deswegen fand ich das einfach genial.
00:04:53: Es ist die größte Wertschätzung, die man irgendwie als Sportler dann haben kann, wenn man diesen Moment, den man natürlich irgendwie nur selber hat, aber mir ganz viel teilen kann.
00:05:01: Und am Ende habe ich das ja jetzt auch schon mehrmals betont.
00:05:04: Diese Medaille, ich würde dir am liebsten in tausend Teile zerteilen, weil da hat jeder so einen großen Anteil auch dran.
00:05:11: Weil am Ende, ich kann mich schon selber auch ganz oft in den Arsch treten und ich kann sehr oft gegen meinen Schweinehund ankommen.
00:05:18: Aber es glaub ich, braucht trotzdem manchmal auch von außen eine gehörige Portion, die da nachhilft.
00:05:28: Ja, du hast es gerade auch schon angesprochen.
00:05:30: Du hattest ziemliche Nackenprobleme.
00:05:32: Was war denn da los?
00:05:34: Ich habe scheiße geschlafen in meinem Camping-Dorf, oder wir nennen es mal noch Olympia des Dorfes, aber es ist echt ein großer Camping-Platz.
00:05:41: Und ich war nicht so ganz so happy mit dem ganzen Matratzen-Geschichte.
00:05:45: Ich hatte aber auch meinen Topfer vergessen, also richtige Anfängerfehler.
00:05:49: Und dann habe ich die zwei Nächte vor dem ersten Rennenlauf umgetreten.
00:05:55: Da habe ich die erste Nacht schon nicht so gut geschlafen, aber habe ich auch nicht darüber nachgedacht, dass es die Matratze sein könnte.
00:06:00: Und dann... Hattest du gedacht, boah, hast du ein bisschen Zug wegbekommen auf den Hals?
00:06:06: Na ja, keine Ahnung, Klima irgendwie, jetzt ein bisschen aufpassen in die Nacht drauf und dann bin ich an dem Wettkampftag ja früh zum vier Uhr nachts aufgewacht und konnte mich gar nicht bewegen.
00:06:16: Und da ging gar nichts.
00:06:16: und ich war mir auch sicher, dass ich kein Renn fahre, weil das war einfach so schlimm.
00:06:20: Ich konnte meinen Kopf nicht betrehen, nicht bewegen.
00:06:22: Dafür geht es jetzt echt schon wieder ganz gut.
00:06:25: Es ist noch nicht perfekt, aber wir arbeiten weiter dran.
00:06:28: und ja, ich muss auch ehrlich sagen, die Medaille, die ist... Wirklich schwer und ich hab die dann auch immer abgenommen.
00:06:34: Also ich hatte die echt an dem Abend gar nicht so oft um den Hals gehabt, weil es so anstrengend war.
00:06:38: Krass, wie bist du damit umgegangen, dass jetzt sozusagen diese vier wichtigen Läufer anstehen und du kannst eigentlich nicht mal wirklich deinen Hals drehen.
00:06:47: Sitzt du da anders auf dem Schlitten, hattest du irgendwie das Gefühl, du kannst jetzt nicht Vollgas geben?
00:06:51: oder hast du wirklich gesagt, okay, jetzt, also du bist ja mit Karacho am Ende den Eiskanal runter, aber wie sehr hat es das dann eigentlich wirklich in den vier Durchläufen dann?
00:07:00: Ja, noch tangiert.
00:07:02: Ja, sehr, sehr, sehr schlimm.
00:07:03: Ich konnte natürlich nicht so gut starten, wie ich sonst starte.
00:07:06: Ich musste mal ein bisschen das Bewegungsmuster, so ein bisschen umstellen in kurzer Hand.
00:07:10: Das hatten wir kurz alle abgesprochen, wie es am besten ist, weil ich konnte mein Kopf nicht in den Nacken nehmen und jetzt muss ich eigentlich am Start.
00:07:17: Und dann habe ich den so neutral versucht, irgendwie zu lassen.
00:07:19: Aber dann, du hast dann halt natürlich auch so Adrenalin-Einschuster passiert so viel, dass das dann halt irgendwie geht.
00:07:25: Natürlich immer zwischendurch mit Behandlung und ziemlich viel Schmerzmittel und... Das war dann irgendwie gerade so auszuhalten, aber es war halt auch nach einem ersten Renntag.
00:07:33: Ich habe gesagt, wir müssen jetzt irgendwie was machen.
00:07:36: Und ich lag wirklich zwölf Stunden, wahrscheinlich in Summe, in der Zeit.
00:07:42: jetzt die letzten, also die zwei Renntage einfach auf der Liege und wurde behandelt, damit das besser wird.
00:07:49: Wir haben im Interview im Dezember schon gesagt, beziehungsweise, dass du gesagt, ja, Olympia heißt eigentlich auch einfach nur anders.
00:07:57: Es ist eigentlich ja Training und Weltcups und Weltmeisterschaften sind da ähnlich.
00:08:03: Jetzt fast vorwarten ein paar Wochen.
00:08:06: Es liegt ja doch ein riesiger Fokus auf Olympia.
00:08:08: Es ist ein riesiger Medientrubel, die Eröffnungszeremonie, der mediale Druck.
00:08:12: Ich meine natürlich lagen die Augen auf dir und auf Felix, von den deutschen Rodlern.
00:08:16: Männern wie Frauen erwartet man sich einfach Medaillen.
00:08:20: Wie sehr konntest du dich dann davor jetzt eigentlich davon freimachen?
00:08:23: Kann man sich überhaupt freimachen?
00:08:25: Ja, komplett.
00:08:27: Ich hatte damals schon angesprochen, mein Plan war, das komplett zu sehen wie ein normales Training und natürlich heißt das Ding irgendwie anders und das ist irgendwie richtig geil aufgegangen.
00:08:37: Ich habe von Anfang an natürlich den ersten Lauf, da war das natürlich erstmal so reinkommen und dann hat man natürlich schon so irgendwie drei, vier Stunden vor dem Rennen.
00:08:44: Boah, da ist schon viel Kasper im Kopf abgegangen.
00:08:49: Aber am Ende war dann so gleich so.
00:08:53: mein Ziel war ganz klar, ich will jetzt hier perfekt runterfahren.
00:08:57: Und habe mir dann nur so ein paar Sachen vorgesagt, nochmal vor dem ersten Start und dann lief das gleich so gut und du bist richtig gut reingekommen in das Rennen.
00:09:05: Und vor dem letzten Lauf habe ich mir dann einfach nur gesagt, jetzt einfach genießen, weil irgendwie hatte ich eine richtig geiles Gefühl dabei, schon oben zu sitzen.
00:09:12: Und eigentlich war ich so richtig, war so richtig lockt in in diesem Wettkampf.
00:09:16: Das hatte ich glaube ich auch noch nie so in meinem Leben.
00:09:20: Und dann lief das irgendwie auch fast schon von alleine in dem letzten Lauf.
00:09:24: Du hast ja auch erzählt, dass du so ein schlimmer Perfektionist wärst und dass dein Ziel eigentlich ist, viermal perfekt runterzufahren, dann egal eigentlich, wie am Ende die Platzierung ausschaut.
00:09:34: Jetzt bist du viermal runtergefahren, hast Gold gewonnen, würdest du jetzt wirklich sagen, das waren jetzt vier perfekte Läufe?
00:09:41: und ist Max Langenhahn.
00:09:43: Du schüttelst schon wieder den Kopf.
00:09:45: Max Langenhahn ist also immer noch nicht zufrieden.
00:09:47: Doch, ich bin schon zufrieden.
00:09:49: Am Ende liegt jetzt gerade eine Goldmedaille.
00:09:51: Was will man mehr?
00:09:53: Aber um auf dieses perfektionistische zurückzukommen, alle haben mich immer gefragt, wie kann man denn diesen Bahnrekord immer noch mal verbessern?
00:09:59: Dann sag ich so, genau das ist mein größtes Problem in meinem Leben, weil ich immer danach streh, wie das noch perfekt dahin zu bekommen.
00:10:07: Und ja, ich glaube so vielleicht zehnhunderts werden vielleicht noch drin gewesen, die ich hätte schneller fahren können, aber da hätte ich schneller starten müssen und so ein, zwei Kleinigkeiten hätte ich weglassen müssen.
00:10:21: Aber auch so war das irgendwie fantastisch, sich immer wieder weiter zu steigern und immer mehr zu pushen.
00:10:27: Weil natürlich viele haben dann gesagt, so nach dem ersten Tag, cool, du hast jetzt einen Vorsprung.
00:10:31: Ich sag so, am Morgen ist ein ganz neuer Tag und das Ziel ist einfach nochmal zweimal sowas von Attacke zu gehen.
00:10:38: Weil ich glaube, hätte man da jetzt irgendwie so dann ein bisschen ja Fasching im Kopf gekriegt, dann hätte man vielleicht dann irgendwie so ein Verwaltungsmodus versucht, darunter zu fahren und dann... Funktioniert jetzt, glaube ich, auch nicht.
00:10:52: Dafür ist der Vorsprung für mich zu klein.
00:10:54: Ja, die Bahn in Cortina, die wurde ja neu gebaut und du warst ja auch Testpilot.
00:10:58: Du hast also die Bahn auch schon im Vorfeld gut gekannt.
00:11:01: Würdest du sagen, dass das am Ende dann vielleicht auch so ein bisschen ja eine Erklärung dafür ist, dass du eben die Bahn schon gut kanntest und genau wusstest, wo du irgendwie die Hebel ansetzen musst?
00:11:10: Ähm, nee.
00:11:10: Also am Ende hatten ja alle Sportler, außer die Italiener natürlich, die gleiche Anzahlern laufen.
00:11:16: Dadurch hatte ich jetzt gar keinen Vorteil.
00:11:17: Der einzige, der wirklich einen Vorteil hatte, war Dominik.
00:11:20: Der ist bestimmt gefühltet, dreihundert Mal da runtergefahren vorher.
00:11:24: Die haben die Wochen jetzt direkt vor den Spielen immer da auf der Bahn trainiert.
00:11:29: Und das hat man schon gesehen, der war im Training natürlich mit Abstand ganz oft der schnellste.
00:11:34: Und das liegt natürlich an der Sicherheit, die Arte.
00:11:37: Und ich muss auch ehrlich sagen, meine ersten fünf Trainingsläufe, die waren einfach sowas voll für die Tonne und ich hatte gar keinen Selbstvertrauen mehr.
00:11:46: Und ich war auch super unsicher mit Material, weil ich habe nur Mist eigentlich veranstaltet, weil du willst ja natürlich dann auch schnell rausfinden, was will man fahren, wo ist das Limit.
00:11:56: Wenn du aber selber so viel Fehler machst, kannst du das halt auch nicht rausfinden.
00:11:59: Ich glaube, mein Mechaniker, der hätte mir am liebsten den Kopf umgedreht nach den ersten zwei Trainingsläufen.
00:12:04: Und das ist dann am Ende jetzt irgendwie so läuft.
00:12:06: Wir hatten sie ja im Dezember schon.
00:12:08: Es hat irgendwie im Weltcup immer oft nicht so geklappt von der Performance her, dass die Rennläufe so richtig sicher kam.
00:12:14: Und jetzt kam einfach Firma wirklich mit richtig wenig Fehlern, diese Rennläufe.
00:12:20: Und das ist das, was es dann halt auch in dem Moment mal braucht.
00:12:24: Dass es dann halt einfach mal zu Olympia abrufen kannst, weil am Ende fragt natürlich jetzt niemand mehr nach dem Weltkabrennen, die da vor waren.
00:12:30: Das stimmt tatsächlich.
00:12:32: Wir nehmen jetzt Dienstag Nachmittag auf.
00:12:34: Heute sind tatsächlich die Frauen noch am Start und da sind wir eigentlich auch ganz, ja, würde ich sagen schon auf Goldkurs.
00:12:40: Am Donnerstag startet ihr dann oder startest du auch in der Teamstaffel.
00:12:44: Habt ihr da intern auch schon ein konkretes Ziel ausgegeben?
00:12:48: Ja, heute gewinnen wir Gold und Silber.
00:12:51: Das weiß jeder.
00:12:52: Die Mädels, die sind, also die sind nochmal auf so einen ganz anderen Level gerade unterwegs.
00:12:56: Also die sind ja wirklich, die sind ja beide gestern schon richtig perfekt gefahren und die haben einfach der ganzen Welt mal gezeigt wirklich, was so möglich ist, wenn man intern natürlich schon die größte Konkurrenz hat und man sich gegenseitig natürlich schlagen will.
00:13:10: und das finde ich einfach, ich finde es so geil, das Rennen anzugucken und freue mich jetzt auch gleich auf Lauf drei und vier.
00:13:16: Und ansonsten Donnerstag, ja, also um ehrlich zu sagen, glaube ich, wäre es schon enttäuschend, wenn wir da, glaube ich, nicht Gold gewinnen.
00:13:24: Und ich würde mich dafür jetzt auch mal aus dem Fenster lehnen.
00:13:26: Ich schande über meinen Hof, wenn es am Donnerstag nicht klappt, aber wir holen im Herren Einsitzer Gold, wir holen wahrscheinlich im Damen Einsitzer Gold und die Chancen in den Doppelsitzer Disziplinen sind auch ziemlich, ziemlich hoch.
00:13:39: Wäre schon cool, wenn das Dream Team, was dann am Ende da am Donnerstag zusammenkommt, vielleicht auch nochmal eine Staffel Medaille in der... schönsten Farbe, die es gibt auf der Weltholt.
00:13:49: Das wollen wir doch auf jeden Fall hören.
00:13:51: Würde sich jetzt für dich was ändern mit dieser Goldmedaille?
00:13:54: Nee, ich bin mir sicher nicht.
00:13:56: Was soll sich ändern?
00:13:57: Ich bin immer noch der gleiche Mensch.
00:14:00: Ich habe jetzt eine Medaille im Schrank, die vielleicht mal einen anderen Platz kriegt, als die Welkemedaillen.
00:14:04: Und ansonsten erinnert sich da, glaube ich, nichts.
00:14:08: Ich bin einfach nur glücklich darüber, dass ich ganz, ganz tolle Leute hier mit dabei habe.
00:14:13: Vielleicht lernt man jetzt noch tolle Leute in den nächsten Monaten und Jahren kennen, weil die Metaille dazu beiträgt.
00:14:23: Aber am Ende ändert sich so für mich, glaube ich, nichts.
00:14:27: Was wird denn jetzt passieren nach dieser Teamstaffel am Donnerstag?
00:14:30: Bist du noch bei irgendwelchen Wettbewerben?
00:14:32: Genießt du Olympia einfach dann mal so als Fan, als Zuschauer?
00:14:36: Was sind da so deine Pläne jetzt noch?
00:14:38: Also ich glaube, Donnerstagabend, wenn alles richtig gut läuft, dann legen wir das deutsche Haus erst mal auseinander.
00:14:45: Dann schauen wir mal, ich fahre wahrscheinlich am Samstag schon heim, werde dann gar nicht mehr so viel von den Spielen mitbekommen, weil so ein bisschen das Problem ist mit dem Platz in den olympischen Dörfern.
00:14:57: und ich wollte eigentlich schon nochmal nach Milano runter, aber irgendwie habe ich dann gesagt, ich brauche vielleicht jetzt auch nochmal fünf Tage Ruhe, gehe vielleicht mal eine Runde Skifahren, das wäre mir glaube ich so eine Herzensangelegenheit.
00:15:09: Und dann geht ja der Weltkörper weiter.
00:15:10: Also es ist irgendwie ein bisschen krass, dass wir dann natürlich ins Daily Business wieder einsteigen nochmal für zwei Wochen.
00:15:18: Ja, das glaube ich.
00:15:20: Max, mit dem Blick auf die Uhr, ich glaube, du musst jetzt tatsächlich die Mädels anfeuern beim dritten und vierten Lauf.
00:15:26: Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.
00:15:28: Genieße es da unten.
00:15:30: Mille Grazie.
00:15:31: Und ja, habt eine gute Zeit.
00:15:32: Danke.
00:15:33: Danke, danke.
00:15:34: Die Olympianews wurden präsentiert von Citroën, dem Mobilitätspartner von Team Deutschland.
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